Ökologische Geldanlagen - eine Übersicht

Diese Seite bietet eine Einführung in das Thema ökologische Geldanlagen und stellt verschiedene Möglichkeiten für grüne Geldanlagen vor.

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Ökologische Geldanlagen – was steckt dahinter?

Grüne Geldanlagen sind seit einigen Jahren auf dem Weg in den Mainstream im Investmentbereich, doch was sind das für ökologische Kapitalanlagen und wie grenzen sie sich von konventionellen Geldanlagen erfolgreich ab? Diese und andere Fragen sollen in diesem Artikel beantwortet werden.

Ökologische Geldanlagen sind Kapitalinvestments in Unternehmen und Projekte, die nachweislich nachhaltig im ökologischen Sinne wirtschaften und somit den Gedanken an Umweltschutz, aber auch an soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit aktiv umsetzen. So sind beliebte Bereiche für grüne Geldanlagen zum Beispiel der Sektor der erneuerbaren Energien oder auch Wiederaufforstungsprojekte im Regenwald und ähnliches. Aber auch in klassische Branchen kann man investieren, wenn man es schafft die Unternehmen zu filtern, die erkannt haben, dass ökologisch nachhaltiges Wirtschaften ein wichtiger Faktor für die Erhaltung unseres Ökosystems ist. Wie der Anleger konkret ökologische Geldanlagen von konventionellen Investments unterschieden kann, soll noch im weiteren Verlauf angesprochen werden.

Ökologische Kapitalanlagen – warum macht das Sinn?

In den vergangenen 25 Jahren wurden die Menschen (besonders in den großen Industrienationen) immer wieder durch schreckliche Katastrophen daran erinnert, gezündete Bombe aus Geld das die unüberlegte Ausbeutung von Ressourcen und die endlose Gier nach immer mehr Profit auf schreckliche Weise auch auf uns Menschen zurückfallen kann und die Welt für kommende Generationen immer schwerer zu bewirtschaften sein wird. Als Beispiel seinen hier genannt, Tschernobyl und Fukushima, Exxon Valdez und Deepwater Horizon, Blutdiamanten , Abholzung des Regenwaldes in Brasilien und Hungerkatastrophen durch Finanzspekulationen auf Lebensmittel. (Die Liste ließe sich endlos weiter fortsetzen).

Immer mehr Menschen sind nicht mehr bereit Teil dieses völlig außer Kontrolle geratenen Systems zu sein, dass ohne Rücksicht die Umwelt und die Lebensräume für Menschen und Tiere zerstört um noch mehr Gewinne zu erwirtschaften. Diese Menschen suchen nun nach Möglichkeiten, zum Beispiel über grüne Geldanlagen, Unternehmen und Organisationen zu unterstützen, die einen anderen, weniger zerstörerischen Weg einschlagen zu wollen. Und je mehr Menschen von der Idee der Nachhaltigkeit überzeugt werden können und ihr Geld nur in ökologische Geldanlagen investieren, desto eher sind auch die konventionellen Unternehmen bereit ein Umdenken anzugehen, da sie immer stärker unter Druck geraten um sich noch Geld auf dem Finanzmarkt besorgen zu können.

Grüne Geldanlagen erkennen

Es gibt heutzutage sicherlich keinen Mangel an Angeboten von echten und auch nur vermeintlichen ökologischen Geldanlagen, doch wie kann man „echte“ ökologische Kapitalanlagen von den faulen Eiern unterscheiden?

In der Praxis gestaltet sich das Ganze als nicht so ohne weiteres möglich, wenn man als Anleger nicht bereit ist einige Arbeit und Zeit in das Studium von Factsheets und Bewertungsrichtlinien von Finanzprodukten und Ratings von Finanzdienstleistern zu investieren. Wie schon in anderen Artikeln ausführlich beschrieben, arbeiten die meisten Banken mit negativ Kriterien und Positivkriterienlisten um ein Rating der Nachhaltigkeit eines Unternehmens zu erstellen. Wie plausibel diese Ratings konkret sind und ob diese Kriterien dem eigenen Gedanken zur Nachhaltigkeit folgen, kann man nur erkennen indem man sich in eben diese Kriterienlisten einliest. Oft genug werden in so genannten Ökofonds auch Unternehmen mit aufgenommen die in geringem Maße auch Umsätze mit ansonsten als Ausschlusskriterium argumentierten Bereichen machen. Einen ersten Überblick über Bewertungsmethoden kann sich der geneigte Leser unter anderem hier auf der Webseite im Bereich "Bewertungsansätze" Würfel mit Aufschrift - etikettenschwindel - grüne GEldanlagen erkennenverschaffen oder auch im Bereich Alternative Banken bei denen die Artikel aufzeigen welche Bank wie bewertet und wo hier eventuell Interessenkonflikte in Bezug auf Nachhaltigkeit auftreten können.

Als fiktives (aber in der Praxis vorkommendes) Beispiel problematischer Nachhaltigkeitsbewertung: Ein Hersteller von Fahrzeugmotoren stellt überwiegend für zivile Zwecke Produkte her, allerdings werden etwa 10% Des Gesamtumsatzes auch mit der Produktion von Motoren für militärische Fahrzeuge erwirtschaftet. Nach strikter Auslegung des Ausschlusskriteriums „keine Waffen und militärischen Produkte“, dürfte dieses Unternehmen nicht in einen Nachhaltigkeitsfond aufgenommen werden. In aufgeweichter Auslegung führen erst Umsätze von über 10% in diesem Bereich (Militär) zum Ausschluss aus dem Fonds. Ob das für den Anleger ein Problem ist, muss sicherlich jedem selbst überlassen bleiben, sollte aber meines Erachtens offensiver von den Banken und Anbietern solcher ökologischen Geldanlagen kommuniziert werden. Nicht selten sind Anleger aus allen Wolken gefallen als sie entdeckten, dass Erdöl Produzenten oder auch Atomkraftanlagenbetreiber mit in ihrem eigentlich grünen Portfolio steckten.

Fazit ökologische Kapitalanlagen

Wer in grüne Geldanlagen investieren möchte sei dazu angehalten jedes in Frage kommende Finanzprodukt genau auf seinen tatsächlichen Inhalt zu prüfen. Nicht immer wenn grün draufsteht ist auch wirklich ein grünes Produkt enthalten. Für die Abschätzung der Risiken einer ökologischen Geldanlage macht es keinen Unterschied ob es sich um ökologische Kapitalanlagen oder um konventionelle Finanzprodukte handelt. Im Grundsatz gilt auch hier: „Je höher die versprochene Rendite, desto größer das Risiko eines Totalverlustes!“

Viel Erfolg bei der Suche nach einer zu ihnen passenden grünen Geldanlage!

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